Emotionale Intelligenz: Warum es nicht unbedingt auf fachliche Kompetenz ankommt

Emotionale Intelligenz

Wer sich mit modernen und insbesondere mit agilen Führungsstilen beschäftigt, wird schnell auf das Thema „Emotionale Intelligenz“ stoßen. Sie ist fast ein Garant für mehr Effektivität im Beruf und wird immer häufiger ein wichtiger Bestandteil in der Chefetage. Doch was macht eine emotionale Führung so wichtig und wieso reicht soziale Intelligenz häufig nicht aus? Hier bekommst du die Antworten sowie einen umfangreichen Überblick, was die emotionale Kompetenz überhaupt ist und was sie bewirkt.

Was ist emotionale Intelligenz?

Wer emotional intelligent ist, besitzt die Fähigkeit, die eigenen und die Emotionen der Menschen in seinem Umfeld zu verstehen und damit umgehen zu können. Diese Fähigkeit ist dabei behilflich, das eigene emotionale Handeln zu steuern. Aber auch auf zwischenmenschlicher Ebene spielt sie eine entscheidende Rolle. Emotional intelligente Menschen verstehen nicht nur die Gefühle ihres Gegenübers, sondern können als Konsequenz auch ihr Handeln nachvollziehen. Somit stellt diese Intelligenzform eine persönliche sowie soziale Kompetenz dar, die vor allem als moderner Soft-Skill einer Führungskraft immer mehr an Bedeutung gewinnt. Das gilt für disziplinarische Führung ebenso wie für die laterale Führung.

Soziale Intelligenz vs. emotionale Intelligenz

Während Führungspersönlichkeiten in den letzten Jahrzehnten ihren Fokus auf die soziale Intelligenz gelegt haben, spielt inzwischen auch die emotional intelligente Kompetenz eine entscheidende Rolle. Doch worin unterscheiden sich die beiden Intelligenzen eigentlich?

Während bei der emotionsbasierten Intelligenz die Gefühle einen hohen Stellenwert besitzen, liegt bei der sozialen Intelligenz der Fokus auf der Kommunikation mit anderen Menschen. Wer also kompetent und intelligent im Umgang mit anderen Menschen agiert, der ist sozial kompetent.

Hier nochmal die Merkmale der beiden Intelligenzen im Überblick:

Soziale Kompetenz:

  • Ein sicherer Umgang mit anderen Menschen.
  • Die Person hat die Fähigkeit, sich und andere Menschen zu kennen.
  • Die soziale Intelligenz entwickelt sich aus den gesammelten Erfahrungen im Umgang mit Menschen anhand von Erfolgen und Misserfolgen.
  • Auch bekannt als „gesunder Menschenverstand“, „Takt“ oder „Street Smarts“.

Emotionale Kompetenz:

  • Das Erkennen von eigenen Emotionen und den Emotionen von Mitmenschen.
  • Die Person hat die Fähigkeit, Gefühle zu erkennen, zu verstehen und damit zu arbeiten.
  • Diese Intelligenz ist angeboren, kann aber mit Hilfe von Selbstwahrnehmungstraining geschult werden.
  • Bestandteile der emotional intelligenten Kompetenz sind Empathie sowie Selbstwahrnehmung.

Ist emotionale Intelligenz angeboren?

Ob die emotionale Kompetenz angeboren ist, ist unklar. Viele Experten streiten sich über die Antwort. Eins ist jedoch klar: Jeder Mensch besitzt sie! Wer versucht, sie zu verstehen und richtig einzusetzen, erhält einen essentiellen Leadership Skill, der nicht nur auf beruflicher Basis, sondern auch im Privatleben ein wichtiges Werkzeug darstellt. 

Während die soziale Intelligenz auf Erfolgen und Misserfolgen im Umgang mit anderen Menschen beruht, bettet sich die emotionale Kompetenz auf der Selbstwahrnehmung und der Wahrnehmung anderer Menschen, insbesondere auf dessen Gefühle und die daraus resultierenden Verhaltensweisen. Wer die Emotionen im Endeffekt erkennt und verstehen lernt, der kann mit einem wichtigen Führungskraft Soft-Skill glänzen, der Mitarbeiter an das Unternehmen binden wird und die allgemeine Zufriedenheit steigert. 

Warum ist die emotionale Führung so wichtig?

Emotionen sind die Grundlage von Einwänden, Verweigerung, Blockaden, Ängsten aber auch von Freude, Durchhaltevermögen, Erfüllung und Neugierde. Wer diese Emotionen bei seinen Mitarbeitern und auch bei sich selbst entdeckt und versteht, der wird in Zukunft eine wertschätzende Mitarbeiterführung sowie Selbstführung vorweisen können.

Über die emotionale Führung:

  • werden Mitarbeitet gezielt und nachhaltig erreicht.
  • wird die Produktivität sowie Kreativität des Teams gesteigert.
  • wird die emotionale Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen erhöht.
  • wird die Teamdynamik und Beziehungsqualität erkannt und kann bewusst gesteuert werden.

Emotionale Intelligenz trainieren – geht das?

Es ist möglich, diese Kompetenz zu trainieren. Hier sollte zunächst mit der Selbstwahrnehmung begonnen werden. Wer sich selbst besser wahrnimmt, der schafft eine Grundlage dafür, die eigenen Gefühle leichter zu erkennen und zu verstehen. Wer sich selbst in verschiedenen Situationen beobachtet, wird sich selbst bewusster und lernt, die eigenen Gefühle deutlich besser zu verstehen. Dieses Verständnis sorgt letztlich auch für besser Selbstführung.

Doch der Fokus sollte nicht permanent bei einem selbst bleiben. Es ist wichtig, sich auch mit anderen Menschen auseinander zu setzen. Der Start mit Freunden und Familienmitgliedern ist dafür bestens geeignet. In Gesprächen sollten sie die volle Aufmerksamkeit erhalten. Vor allem in schwierigen Zeiten ist es wichtig, sich um die Personen zu kümmern. Wer sich in Konfliktsituationen beweisen kann, zeigt emotional intelligente Kompetenzen.

Im Buch „Jedership – Warum Führung alle etwas angeht“ findest du viele Übungen und Möglichkeiten zur Selbstreflexion, um deine emotionale aber auch soziale Intelligenz zu trainieren. Unter anderem hilft dir hier auch die Gewaltfreie Kommunikation, um besser in den Kontakt mit den eigenen und fremden Gefühlen und Bedürfnissen zu kommen. Den Skill der emotionalen Intelligenz kannst du auch ganz praktisch mit dem Leadership Mindset Kurs der Jedership Academy trainieren. Unter anderem lernst du, was Emotionen, Bedürfnisse und Strategien sind und wie du sie erkennen kannst.

Fazit

Wer emotional intelligent ist, der kann die Gefühle der Menschen in seinem Umfeld erkennen und verstehen. Selbstwahrnehmung und Empathie sind wichtige Grundbausteine dieser Kompetenz. Sie ist ein wichtiger Leadership Skill, um Mitarbeiter an die Firma zu binden und die Motivation zu steigern. Wer seine Firma verlässt, der verlässt nicht das Unternehmen, sondern die Manager und Chefs. Wer mit der (lateralen) Führungskraft emotional verbunden ist, wird sich besser verstanden und wertgeschätzt fühlen und demnach seinem Unternehmen eher treu bleiben. Aus diesem Grund ist die emotionale Führung ein Soft-Skill für jeden Leader ein wichtiges Werkzeug, welches nicht unterschätzt werden darf. Auf Dauer wird das Arbeitsklima verbessert und die Produktivität und Kreativität des Unternehmens nachhaltig gesteigert.

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